The Power of Many: Open Industry 4.0 Alliance zeigt auf der SPS 2025 Lösungen für eine interoperable Zukunft
Neue Use Cases, Talks und Demonstratoren unterstreichen Offenheit und Innovationskraft der OI4 Alliance
Reinach, Schweiz, 04.11.2025 – Unter dem Motto „The Power of Many“ präsentiert sich die Open Industry 4.0 Alliance (OI4 Alliance) in diesem Jahr auf der SPS – Smart Production Solutions 2025 in Nürnberg (Halle 5, Stände 160 & 161). Mit einem größeren Stand, neuen Projekten, praxisnahen Demonstratoren und spannenden Bühnen-Talks zeigt die OI4 Alliance, wie offene und interoperable Ökosysteme die industrielle Automatisierung vorantreiben. Mit über 100 Mitgliedsunternehmen und zahlreichen Projektpartnern bleibt die OI4 Alliance eine treibende Kraft für praxistaugliche Industrie 4.0- und IIoT-Lösungen – und öffnet sich zugleich stärker dem Markt, um den Austausch zwischen Industrie, Verbänden und Anwendern weiter zu fördern. Ein besonderes Highlight sind die Kooperationsprojekte, in denen Mitglieder und Partner gemeinsam an konkreten, anwendungsnahen Lösungen arbeiten. Sie stehen beispielhaft für die gute Zusammenarbeit, Co-Creation und branchenübergreifende Vernetzung, mit der die OI4 Alliance Digitalisierung und Interoperabilität auf Basis etablierter Standards vorantreibt und so nachhaltige Mehrwerte für die gesamte Industrie schafft.
Projekte zeigen Weg zu herstellerübergreifender Interoperabilität
„Ein zentrales Thema ist die offene, softwarezentrische Automatisierung: Sie steht sinnbildlich für die Entwicklung hin zu flexiblen, skalierbaren und interoperablen Technologien.“, so Gerd Hoppe, Vorstand der Open Industry 4.0 Alliance (Beckhoff Automation GmbH & Co KG). „Offene Steuerungstechnik erlaubt es, Steuerungslogik und Automatisierungsfunktionen dynamisch in Software zu kapseln – herstellerübergreifend, standardbasiert und zukunftssicher. Damit treiben wir die nächste Evolutionsstufe der Industrie 4.0 aktiv voran.“
Auf der SPS 2025 zeigt die OI4 Alliance, wie Interoperabilität, Standardisierung und offene Automatisierung die Industrie nachhaltig verändern. Präsentiert werden unter anderem Demonstratoren zu offener Automation, die eine flexible, softwarezentrierte Maschinensteuerung ermöglichen, sowie das Digitale Kalibrierzertifikat (DCC) bei dem Daten von Geräteherstellern über Dienstleister bis hin zu Endanwendern ausgetauscht werden können. Das Projekt AAS-Transfer & Digital Product Passport (Next Bike) veranschaulicht, wie Verwaltungsschalen (AAS) unternehmensübergreifend eingesetzt werden können – von der automatisierten Product Change Notification bis hin zur Erstellung eines digitalen Produktpasses (DPP).
„Mit dem Digital Calibration Certificate schaffen wir einen entscheidenden Schritt hin zu echter Interoperabilität über Unternehmens- und Systemgrenzen hinweg“, erklärt Michael Riester, Head of Research & Development @ Endress+Hauser Digital Solutions „Das DCC-Projekt der OI4 verdeutlicht praxisnah, wie sich Kalibrierdaten standardisiert, sicher und digital austauschen lassen – unabhängig vom Hersteller. Damit legen wir den Grundstein für automatisierte, rückverfolgbare Qualitätsprozesse und stärken das Vertrauen in digitale Zertifikate entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“
Neue Führungsstruktur unterstreicht Stabilität und Weiterentwicklung
Im Vorstand gibt es in diesem Jahr personelle Veränderungen: Hans Huber übergibt sein Amt an Dr. Rolf Birkhofer, Geschäftsführer bei Endress+Hauser Digital Solutions, und Georg Kube, Head of Industry Data Ecosystems bei SAP SE, an Dr. Ye Li, Vice President, CPO for SCM Design, Operate and Service bei SAP SE. Diese Wechsel stehen symbolisch für den Wandel und die kontinuierliche Revitalisierung der Alliance.
„Unser Vorstand und unsere Gremien arbeiten seit Jahren in einer verlässlichen Struktur zusammen – das schafft Vertrauen und ermöglicht nachhaltige Weiterentwicklung. Gleichzeitig öffnen wir uns zunehmend dem Markt, um die Perspektiven unserer Mitglieder, Partner und Anwender noch stärker einzubeziehen.“, sagt Hoppe.
„Unsere Stärke liegt in der Vielfalt – deshalb auch ‚The Power of Many‘.“, betont Ekrem Yigitdöl, Geschäftsführer der Open Industry 4.0 Alliance. „Wir entwickeln uns stetig, bringen neue Perspektiven ein und schaffen es gleichzeitig, Stabilität und Kontinuität zu sichern. Durch die enge Vernetzung von Industrie, Verbänden und Umsetzungspartnern wollen wir Brücken zwischen Theorie und Praxis schlagen, um Standards schneller in die Anwendung zu bringen und marktrelevante Innovationen gemeinsam voranzutreiben. So wird das diesjährige Motto zur gelebten Realität einer offenen, kooperativen Digitalisierungs- und Umsetzungs-Community“
Interviewoptionen mit führenden Vertretern der Alliance und ihrer Mitglieder:
- Dr. Christian Liedtke, Vorstandsvorsitzender der OI4 Alliance (KUKA AG)
- Gerd Hoppe, Vorstand der Open Industry 4.0 Alliance (Beckhoff Automation GmbH & Co KG)
- Jan-Rémi Fromentin, Vorstand der Open Industry 4.0 Alliance (ifm electronic GmbH)
- Ekrem Yigitdöl, Geschäftsführer der Open Industry 4.0 Alliance
Projektleiter:innen der OI4-Projekte:
- Software Defined Automation (SDA): Samuel Greising, FLECS Technologies GmbH
- Digital Calibration Certificate (DCC): Michael Riester, Endress+Hauser Process Solutions AG
- Next Bike / Digital Product Pass-Demonstrator: Rüdiger Fritz, Aktorion Gemini Solutions
Stage-Talks: Drei Tage voller Wissenstransfer, Praxisbezug und der Möglichkeit selbst gleich mitzumachen
Das Bühnenprogramm der OI4 Alliance auf der SPS 2025 bietet an allen drei Messetagen spannende Impulse rund um Interoperabilität, Security, offener Automatisierung, Digital Calibration Certificate, B2B-Kundenverhalten bei Komponentenherstellern und Digitalen Zwillingen, die exemplarisch zeigen, wie die OI4 gemeinsam mit Mitgliedern und Partnern branchenübergreifende Standards umsetzt – immer mit Blick auf Anwendbarkeit und den Nutzen für die Industrie.
Weitere Informationen zum Auftritt der Open Industry 4.0 Alliance auf der SPS 2025 in Nürnberg unter: https://openindustry4.com/event/sps-smart-product-solutions-in-nurnberg/
Über die Open Industry 4.0 Alliance:
Die Open Industry 4.0 Alliance agiert als ein partnerschaftlicher Zusammenschluss führender Industrieunternehmen, die sich pragmatisch an der Umsetzung herstellerübergreifender Industrie 4.0‑Lösungen und ‑Services für Fertigungsanlagen und automatisierte Warenlager beteiligen. In Industrie– und Technologiearbeitsgruppen und ‑projekten erarbeiten Branchenexperten Use Cases und setzen diese basierend auf den OI4-Architectural Guardrails technisch um. Diese Lösungen werden zusammen mit Implementierungshilfen in der Community geteilt und auch außerhalb der Alliance verfügbar gemacht. Die Allianz wurde im April 2019 ins Leben gerufen. Der Vereinssitz ist Reinach, Schweiz.
Weitere Informationen zur Open Industry 4.0 Alliance: https://openindustry4.com/
OI4 Alliance: (vor Ort in Halle 5, 160)
Open Industry 4.0 Alliance
Anna Principato
+49 (0) 171/4177863
anna.principato@openindustry4.com




