Ein App-Store für die Industrie – eine Initiative aus der Open Industry 4.0 Alliance Community

Die Community ist das informelle Umfeld der Allianz; kommerzielle Projekte aus der Community können mit dem Label „Community“ ausgezeichnet werden; der Open Industry 4.0 Alliance Community App Store ist das erste Arbeitsergebnis aus der Community

Hannover Messe/ Reinach, Schweiz, 13. April 2021 – Hardware-unabhängige und für die Industrie geeignete Apps einfach aus einem Store herunterladen: Das ist das Ziel eines aktuellen Projekts der Community im Umfeld der Open Industry 4.0 Alliance. Als Non-ProfitOrganisation erteilt die Allianz dem kommerziellen Projekt eines App-Stores der Hilscher Gesellschaft für Systemautomation mbH dafür erstmals das Label „Open Industry 4.0 Alliance Community“.

Die Community der Open Industry 4.0 Alliance ist ein informeller Zusammenschluss von Mitgliedern außerhalb des rechtlichen Rahmens der Allianz, um bestimmte – auch kommerzielle Ziele – zu erreichen. So können weitere Schritte zur Transformation der Industrie schnell vorangetrieben werden. Die Projekte werden mit dem Label „Community“ ausgezeichnet, wenn die Konformität mit den Zielen und Interessen der Allianz gegeben ist. Der App-Store, der von Hilscher auf eigene Rechnung aufgebaut wird, ist das erste Beispiel für ein Community-Projekt. Innerhalb der Allianz entsteht gleichzeitig das „Alliance Marketplace Directory“, ein neutrales, für alle Mitglieder zugängliches Verzeichnis, das die Produkte und Services der Mitglieder an einem Ort bündelt.

„Wir beobachten die Projekte von Mitgliedern im Umfeld der Allianz, die wir jetzt Community nennen. Jedoch macht es keinen Sinn, dass solche Projekte von Anfang an von den Richtlinien der Open Industry 4.0 Alliance gezügelt werden", erklärt Dr. Christian Liedtke, Chairman Membership & Sales der Open Industry 4.0 Alliance und Head of Strategic Alliances bei der KUKA AG. „Die Open Industry 4.0 Alliance Community ist ein informeller Bereich, in dem Mitglieder der Allianz ihr kommerzielles Angebot an herstellerübergreifenden Industrie 4.0-Lösungen und -Dienstleistungen allein oder gemeinsam vervollständigen. Wenn wir das Label 'Community' vergeben, drücken wir damit die Verbundenheit und die Konformität mit den Zielen und Interessen der Allianz aus.“

Nachfrage nach industriellen Apps steigt

Der Open Industry 4.0 Alliance Community App Store ist nun das erste von der Allianz abgesegnete Projekt. Die Idee hinter dem OI4 Community App-Store: Was für mobile Endgeräte im Consumer-Bereich funktioniert, ist auch ein Modell für den industriellen Markt. Schließlich laufen hier auf dem Edge unterschiedliche Container-Applikationen von verschiedenen Herstellern, die auch noch miteinander interagieren.

„Es gibt bereits Stores von Anbietern wie Phoenix-Contact, die im Wesentlichen mit Automatisierungskomponenten aus dem eigenen Ökosystem gefüllt sind. Bald steht den Mitgliedern der Allianz mit dem OI4 Community App-Store eine übergreifende Verkaufsplattform für ihre Apps ohne Investitions- und Unterhaltskosten zur Verfügung“, erklärt Hans-Jürgen Hilscher, Chairman Technical Committee der Open Industry 4.0 Alliance und CDO der Hilscher Gesellschaft für Systemautomation. „Der Fokus wird dabei auf Apps Open Industry 4.0 Alliance, page 2 liegen, die auf der Allianz-konformen Open Edge Computing Platform laufen. Im technischen Workstream der Allianz haben wir eine umfangreiche Guideline erstellt. Sie beschreibt die Edge Computing Plattform und wie über diese Plattform die Apps von verschiedenen Herstellern miteinander interagieren können.“

Der App-Store wird zur Hannover Messe 2021 vorgestellt und ab Ende des dritten Quartals sollen die Mitglieder der Open Industry 4.0 Alliance daraus getestete, Docker-kompatible, Hardware-unabhängige industrielle Apps beziehen können. Docker ist eine der marktführenden Technologien, um Apps in Clouds zu betreiben. Auf der Webseite der Open Industry 4.0 Alliance wird aktuell ein Marktplatz-Verzeichnis aufgebaut, das Produkte und Services der Alliance-Mitglieder listet und diese mit ihnen verlinkt. Endanwender profitieren dadurch von einer erhöhten Transparenz.

Hintergrund zur Container-Technologie Docker

Die Container-Technologie stellt Applikationen als gekapselte Umgebung bereit. Ein Container enthält alle Abhängigkeiten, Bibliotheken und statischen Daten, die zum Betrieb der Applikation notwendig sind. Jedoch wird auf die vollständige Bereitstellung eines Betriebssystems verzichtet, dieses wird durch einen Container Host gewährleistet, welchen der Anwender in seiner Produktionsumgebung installiert. Für Linux und Windows ist die Docker Container-Technologie sehr verbreitet. Die Industrie-Apps der Mitglieder des Alliances sollen auf Docker-fähigen Steuerungen und Edge Gateways installiert werden können.

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